Unter Verdacht: Evidenzbasierung (via: elfenbeinhochhaus)

Der Artikel ist v.a. im Hinblick auf die viel gerühmte „Evidenzbasierung“ bei ABA sehr lesenswert.

Essays aus dem Elfenbeinhochhaus

„Warum macht ihr das? Also, warum ausgerechnet dieses Förderprogramm für Hannah?“

„Weil es evidenzbasiert ist.“

Oha. Verdächtig, verdächtig…

Zumindest mir drängt sich der Verdacht auf, dass das Argument, dass etwas evidenzbasiert sei, gegen Kritik immunisieren soll. Man könnte nämlich weiterfragen: „Aber ist das Förderprogramm auch gut für Hannah?“ Die Antwort käme prompt: „Na klar, es ist ja wirksam.“ „Hmm…“ Aber wirkt es wirklich nur so, wie es wirken soll?

Manchmal scheint es mir, als wollten diejenigen, die am vehementesten behaupten, dass etwas evidenzbasiert sei, etwas anderes verstecken: Dass das, was so toll wirkt, vielleicht gewisse Nebenwirkungen hat.

Aber das ist nur meine nicht-evidenzbasierte basierte Ansicht zu Evidenzbasierung.

Die Wirkung des Wortes „evidenzbasiert“ hingegen erscheint mir durchaus evident.

Für welches Medikament gegen Langeweile würden sie mehr Geld ausgeben? Für das evidenzbasierte Medikament Flandufin [1] oder für das nicht-evidenzbasierte Medikament Moldipatin1?

Klar, Sie wissen, dass Sie hier in eine Falle…

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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