Traurigkeit

[geschrieben am 1.1.2015]

Sie ist einfach da.
Uneingeladen, unwillkommen.
Ich fühle mich schon den ganzen Tag zum Heulen.
Aber Tränen kommen wie (fast) immer keine.
Sie geht nicht weg.
Ich kann mich etwas ablenken, aber sie ist immer da.
Ich muss sie aushalten.
Es gibt keinen konkreten Anlass.
Keinen klaren Auslöser.

Manchmal sind Menschen in der Nähe, die das mittragen.
Und das tut gut.
Aber meistens bin ich damit allein.

————————————————————————–
Ich habe mittlerweile meiner Therapeutin davon erzählt. Auch dass ich es so komisch finde, dass ich in anderen Situationen weinen kann, aber nicht, wenn ich mich „einfach so“ todtraurig fühlte.
Sie meinte, dass das durchaus normal ist und auch bei anderen oft so ist.
Und dass manche Leute dann tatsächlich versuchen, an etwas Trauriges zu denken, sodass sie weinen können.
Solche Überlegungen habe ich auch schon angestellt – und für total bescheuert gehalten, ich dachte, dass das total absurd und verrückt ist :oops:. Obwohl ich selbst dachte, dass es mir vielleicht helfen könnte, wenn ich so den „Anstoß“ zum Weinen bekommen kann. Denn oft fände ich es glaube ich entlastend, wenn ich weinen könnte.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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Eine Antwort zu Traurigkeit

  1. moonshine00 schreibt:

    Weil die Tränen manchmal einfach nicht genug sind um die Traurigkeit zu verkörpern

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