Ungeplantes

Montag morgen ging es schon los – kurzfristige Absage der Betreuerin wegen Krankheit. Ich hätte nicht gedacht, dass mich das so aus der Bahn wirft. Aber der Tag war halt anders geplant… und auch wenn ich das, was ich mit der Betreuerin machen wollte (Wohnung und Haushalt) theoretisch auch allein gekonnt hätte, habe ich genau gar nichts hinbekommen. Ich von der Absage so durcheinander gebracht worden, dass ich erstmal einen halben Tag überhaupt nichts mehr konnte.

Die Woche nahm dann ihren unguten Lauf…
Ein neues Elektrogerät macht Probleme -> Elektriker muss kommen, nur den muss ja jemand anrufen.
Nach etlichen Monaten ist der Kostenbescheid der Stadt bzgl. der Betreuung da und natürlich habe ich „im Lotto gewonnen“, und alles, was doof ist, kommt bei mir zusammen. Ich bin zwar im Jahresmittel deutlich unter der Grenze, ab der ich Zuzahlungen leisten müsste, aber leider wird monatlich gerechnet. D.h. wenn ich einen Monat drüber bin, muss ich für diesen Monat zuzahlen, aber es wird natürlich nicht ausgeglichen, wenn ich in anderen Monaten mehrere 100 Euro drunter bin. Und leider zählt das „Zugangsprinzip“, d.h. mein Gehalt wird für den Monat gewertet, in dem es auf meinem Konto landet. Durch nachträgliche Stundenabrechnungen (die ich also erst am Monatsende einreichen kann) und etwas unberechenbare (Nicht-)Organisation können so schon mal in einem Monat zwei Gehälter auf meinem Konto landen. Bisher war mir das egal, weil ja nur das Jahresmittel entscheidend war.
Mal schauen, ob die Stadt da mit sich reden lässt, dass man das Geld dem zuordnet, in dem es verdient wird.
Ich glaube, wenn sie sich da nicht drauf einlassen, dann mache ich meine bislang nicht ernstgemeinte Überlegung wahr und beantrage Wohngeld für die Monate, wo außer Unterhalt nichts auf meinem Konto landet – das Gehalt dürfte dann ja nur für den Monat zählen, wo es auf dem Konto landet. Nachdem ich eh detaillierteste Einkommensnachweise bringen und jede Änderung mitteilen muss, dürfte sich der zusätzliche Aufwand in Grenzen halten. Bisher war es mir zu doof, auch wenn ich vermutlich zeitweise Anspruch gehabt hätte, aber jetzt überlege ich mir das echt nochmal.

Dadurch, dass ich mit jemandem vom Träger wegen dem Kostenbescheid ein Gespräch hatte, ist immerhin das Telefonat mit dem Elektriker jetzt erledigt.
Daher weiß ich auch, dass meine Betreuerin noch eine weitere Woche krank ist und sie Personalmangel haben… mal sehen, ob es eine Vertretung gibt. Bislang war meine Betreuerin weder krank noch im Urlaub, von daher kenne ich auch noch keine anderen Mitarbeiter.

Der Alltag mit Uni & Co läuft natürlich weiter, die Prüfungen nahen – und ich würde mich am liebsten irgendwohin verkriechen und die ganze Welt draußen lassen.
Die schlechten Nächte machen das ganze auch nicht gerade besser.

Und wenn ich das so lese, ärgere ich mich wieder über mich selbst, dass solche Kleinigkeiten mich so aus dem Konzept bringen. Objektiv betrachtet muss ich wegen dem Kostenbescheid erstmal nicht viel unternehmen (das macht der Träger), ich habe bis vor ein paar Monaten ohne Betreuung gelebt (also sollte ja wohl ein Ausfall nicht so dramatisch sein) und der Elektrikerbesuch ist ausgemacht und dauert nicht lange.
Aber trotzdem fühle ich mich total überfordert und kann nur versuchen, mir zu sagen, dass ich das halt so empfinde und Empfindungen nun mal subjektiv sind. In mir ist einfach zu viel „stell dich nicht so an“ und „reiß dich zusammen“ und „man kann sich auch in Dinge hineinsteigern“, um das akzeptieren zu können.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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