Puh…

… so eine lange Schreibpause gab es glaube ich noch nie, seit ich diesen Blog habe.

In den ersten Wochen nach dem letzten Eintrag war ich zu unmotiviert, überhaupt irgendwas zu tun.
Dann kamen ein paar Wochen, in denen es mir (zumindest für meine Verhältnisse) mal richtig gut ging und ich auch so einiges andere als „vor dem PC rumsitzen und die Zeit totschlagen“ gemacht habe. Das kannte ich so ja kaum noch… auch wenn der dauerhaft im Hintergrund lauernde Infekt genervt hat (und immer noch nervt).
Aber seit Ende Juni merkt man jetzt doch die näher kommenden Klausuren – ich bin wieder angespannter, denke oft „ich kann doch eh nichts – selbst wenn ich das Studium schaffe, was wird dann“, finde alles sinnlos und habe Angst, wieder so massiv in eine Depression zu rutschen wir vor ein paar Monaten.
Gut, die „Ausgangsbedingungen“ sind etwas besser, weil es mir zumindest vor Beginn der klausurbedingten Daueranspannung und -deprimiertheit besser ging und ich deutlich weniger Prüfungen habe (wobei letzterer Fakt auch schon wieder geeignet ist, mich direkt zu deprimieren…)
Der Psychiater hat mir jetzt ein Beruhigungsmittel aufgeschrieben, weil ich in den letzten Semestern teilweise einen Tag vor einer Klausur so panisch wurde, dass ich sie hingeschmissen habe – seine Hoffnung ist, dass das Panik gar nicht erst so groß wird, wenn ich weiß, dass ich ein Mittel dagegen habe. Ich sollte mich nur mal überwinden, das Zeug auszuprobieren, weil ich es natürlich nicht vor eine Prüfung zum allerersten Mal nehmen sollte. Aber irgendwie ist mir das doch ziemlich suspekt, ein Benzo ist halt doch ein ziemlicher „Hammer“ :-/

Ich hoffe, dass ich die Klausuren in den nächsten Wochen bestehe, denn dann hätte ich noch eine mündliche Prüfung Ende August (vor der ich aber weniger Angst habe, der Dozent ist super und das Fach interessiert mich sehr) und danach mal ein paar Wochen wirklich FREI, ohne den Druck, dass schon wieder die nächste Prüfung wartet.

Also zusammengefasst: Es geht mir definitiv besser als vor ein paar Monaten, aber Semester-Ende-bedingt schlechter als im Juni, wo ich das Leben teilweise wirklich ganz schön fand. Ich glaube aber, dass das Cymbalta tatsächlich wirkt, die deutliche Verbesserung, die es ein paar Wochen nach Einnahmebeginn gab, wäre sonst schon ein ziemlicher Zufall.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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2 Antworten zu Puh…

  1. Anita schreibt:

    Bin ich froooooooh 🙂 😉 🙂 das Du Dich wieder meldest!
    Und das es „verhältnismäßig“ gute Nachrichten sind!
    Probier das Mittel auf jeden Fall. Die Panik „was dann“ ist derzeit nicht aktuell. Erst mal eine Sache schaffen, der Rest wird sich finden! 😉

    Liebe Grüße
    Anita

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Danke 🙂

      Ich versuche auch, nicht zu sehr an die Zukunft zu denken, aber irgendwie kann ich es nicht vermeiden, sobald ich am Unistoff verzweifel… obwohl ich ansonsten in den letzten Jahren schon ein klein bisschen gelernt habe, mir nicht allzu viele Sorgen um Dinge, die ich ohnehin nicht beeinflussen kann, zu machen…

      Wie sieht es bei euch aus? Habt ihr schon Ferien?

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