Gedankenfetzen und Vorschläge

Nichts wirklich einen eigenen Artikel wert.

Die Depression ist definitiv da. Unistart war ja ganz gut, es tat mir gut, rauszukommen – aber wie soll ich das Semester schaffen? Und dann auch noch die Prüfungen?

Immerhin sieht man in der Wohnung den Fußboden wieder. Der war wirklich im wörtlichen Sinne fast verschwunden… aber die Küche wartet noch auf mich.

Die Therapeutin sprach einen erneuten Versuch mit Antidepressiva an. Hm… wenn es beim nächsten Psychiaterbesuch nicht besser ist, muss ich ihn wahrscheinlich noch nicht mal selbst drauf ansprechen… aber ich werde vielleicht meiner Therapeutin vorschlagen, dass sie vorher kurz mit ihm redet. Auch wenn ich mittlerweile relativ deutlich sage, wie es mir geht, kommt es wohl nicht zu 100% an. Ich hatte beim letzten Termin den Großteil vom letzten Text („Egal“) dabei und habe ihn ihr gezeigt. Sie war ziemlich entsetzt und meinte, dass sie das ganz schön betroffen macht. Offenbar hatte sie es trotz allem noch unterschätzt, wie schlecht es mir wirklich geht.
Außerdem schlug sie Ambulante Betreuung vor, damit ich vielleicht dort eher Haushalt und Tagesstruktur in den Griff bekommen kann, sodass in der Therapie mit ihr mehr Zeit für die eigentliche psychotherapeutische Arbeit ist. Ich habe gesagt, dass ich mich mal informiere… irgendwie kann ich nicht glauben, dass es mir „schlecht genug“ geht, wenn ich so in anderen Blogs lesen, was sie mit der Betreuerin machen. Ich mein, ich kann alleine einkaufen oder zum Arzt gehen und mich notfalls auch mit Ämtern auseinander setzen.

Das ist die Baustelle, die auch aktuell ist – ich finde einen GdB von 30 zu niedrig und 2012 als Gültigkeitsbeginn zu spät (wobei ein früherer Beginn nur was bringen würde, wenn der GdB auf mind. 50 erhöht würde). Der Psychiater ist der Meinung, dass er mir zwar mehr zugestehen würde, der Widerspruch aber nichts bringt, die würden mit dem Argument „Sie studieren doch“ abwiegeln. Ich kenne aber einige aus der Selbsthilfegruppe, die (übrigens wesentlich erfolgreicher als ich) studieren… und direkt oder nach Widerspruch GdB 50 – 70 bekamen… also Sachen zusammenschreiben und Leute um Stellungnahmen, aber auch noch das Amt um Fristverlängerung für die Begründung bitten. Mein Horrorsatzteil dazu: „Anruf genügt“…
Ich muss das irgendwie schriftlich machen, auch wenn es unpraktischer ist, weil es dauert, bis ich die Antwort habe. Für einen Anruf habe ich momentan einfach überhaupt gar keine Nerven übrig.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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