Nachteilsausgleich in einer Prüfung – fair? Unfair? Zweifel…

Ich habe dieses Semester leider auch mündliche Prüfungen. Die haben zwar auch Vorteile, bedeuten für mich aber eine viel größere Belastung als schriftliche. Ich fürchte, dass es gut passieren kann, dass ich davor und danach erstmal tagelang nichts mehr hinbekomme und/ oder in der Prüfung blockiere – allerdings kann ich es eher vermuten als wissen, denn ich hatte bislang nur sehr wenig mündliche Prüfungen und die Gesamtsituation war bei denen anders als jetzt.

Dass ich die mündlichen Prüfungen machen will und gar nicht erst versuche, daran was zu ändern (wäre theoretisch als Nachteilsausgleich möglich, wenn der Dozent einverstanden ist), ist für mich bereits klar.
Allerdings hatte ich nicht damit gerechnet, dass die mündlichen Prüfungen in einem Fach in Dreiergruppen sind… und die Leute, mit denen ich zusammen Prüfung habe, kenne ich überhaupt nicht… allein den Gedanken daran finde ich gruselig. Nur der Dozent, der Beisitzer und ich gingen ja noch, aber zwei weitere Studenten? Hilfe!!!

Und jetzt bin ich halt am Zweifeln, ob ich darum bitten soll, eine Einzelprüfung zu bekommen oder nicht. Der Dozent würde sich vermutlich darauf einlassen, so wie ich ihn einschätze. Aber meine Gedanken kreisen mal wieder…

pro Einzelprüfung:
– weniger psychische Belastung, sowohl beim Lernen als auch in der Prüfung selbst

contra Einzelprüfung:
– schlechtes Gewissen gegenüber dem Dozenten, der den Extratermin machen muss
– ich habe gerade eigentlich gar keine Nerven, mich darum zu kümmern
– ist es nicht vielleicht doch unfair gegenüber anderen, die mündliche Prüfungen auch nicht mögen?

Zahlenmäßig sieht die Sache eindeutig aus, nur wie gewichte ich die Argumente? Ich habe mit meiner Therapeutin über das Thema gesprochen und sie meinte schlussendlich, dass sie es wirklich als Nachteilsausgleich sehen würde und nicht als Vorteil – weil ich im Unialltag und allgemein doch deutlich mehr zu kämpfen habe als andere, wäre es aus ihrer Sicht nicht unfair, wenn ich da eine Erleichterung bekomme.
Und ich denke dann halt doch wieder „ich werde es schon schaffen – irgendwie halt… auch wenn’s mir hinterher und vorher nicht gut geht, aber ist es gerechtfertigt, einen Nachteilsausgleich in Anspruch zu nehmen, wenn ich es irgendwie schon überleben werde? Andere haben auch Prüfungsangst“ etc.

Meine Tendenz geht gerade dahin, das Thema einfach zu verdrängen, weil ich keine Nerven dafür habe. Und wenn ich nicht bald mit dem Dozenten rede, hat sich das Thema eigentlich erledigt und ich mache die Prüfung ganz „normal“. Aber das verschiebt das Problem natürlich nur. Und wenn ich daran denke, in der Prüfung auch noch zwei weitere Leute drin zu haben, könnte ich jetzt schon Panik kriegen… wenn ich mir das so überlege, ändert das Bauchgefühl gerade wieder seine Meinung zu „jetzt raff dich auf und kümmer dich rum und rede mit dem Dozenten“…

Nachtrag: Was mir erst durch die Kommentare klar wurde – ich bin wohl mal wieder beim Thema Selbstverständlichkeitsverständnis

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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28 Antworten zu Nachteilsausgleich in einer Prüfung – fair? Unfair? Zweifel…

  1. absolutnormal schreibt:

    Geht es nur darum dass du mündliche Prüfungen nicht magst?
    OK die Frage war rhetorisch – geht es nicht. Umgekehrt gefragt: Wäre es nicht unfair dir deine Schwierigkeiten nicht auszugleichen? Es gibt auch Menschen die lieber eine Prüfung in einer Gruppe haben als 1:1 auseinander genommen zu werden. Du würdest nicht eine einfachere Prüfung bekommen sondern nur eine andere.
    Das Thema verdrängen bringt nichts, dann trifft jemand anderes die Entscheidung für bzw. in diesem Fall gegen dich.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Tja, aber wer legt fest, welche Schwierigkeiten ausgeglichen werden? Prüfungsangst ist ja auch eine Schwierigkeit, auch ohne Autismus… das ist das, was mich in Gedanken so verrückt macht. Zumal ich auch Autisten kenne, die genau dieses Argument mir gegenüber gebracht haben… doch danke für deine Sichtweise! In der Theorie denke ich ja auch irgendwie so, nur dann kommen die ganzen „aber“.
      Allerdings hast du natürlich Recht, dass die Prüfung an sich inhaltlich nicht einfacher würde und insofern kein anderer diesbezüglich benachteiligt wird.
      Wenn ich verdränge, wäre es ja indirekt schon meine Entscheidung, dass ich die Dreiergruppe in Kauf nehme – aber vielleicht mache ich morgen wirklich mal einen Versuch, den Dozenten zu sprechen.

  2. Anita schreibt:

    Hi,

    ich habe gerade für den Großen Nachteilsausgleiche für die Prüfungen und die Klausuren sowie den Unterricht beantragt.

    Eben wegen der Vor- und Nachwehen.

    Es ist so, dass die Problematik so komplex ist, dass NICHTS mehr ging in den letzten Wochen.

    Und ja, ich würde es auch im Studium anraten.

    Ein entweder schlechteres Ergebnis oder ein Zusammenbruch danach rechtfertigen durchaus, dass Du den Nachteilsausgleich in Anspruch nimmst! 😉

    Von mir kommt ein klares Pro.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Hallo Anita,

      danke – „komplex“ ist wohl wirklich das richtige Wort. Wahrscheinlich betrachte ich gerade zu isoliert die Prüfung an sich, wenn ich mir überlege, ob sie irgendwie zu überleben ist. Aber das Drumherum ist eben auch noch da.
      Ich versuche wohl wirklich morgen mal, den Dozenten anzusprechen.

      • Anita schreibt:

        Ich drück die Daumen dafür.

        Du musst ja die Tage danach auch wieder „auf die Reihe“ bekommen. 💡

        Und jemand, der unter Prüfungsangst leidet, dies testiert bekommt, kann durchaus die selben Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen. Und auch da würde ich zuraten. 😉

        Ich sehe es so, dass niemand aufgrund einer Erkrankung oder Behinderung daran gehindert werden darf, zB Abitur oder ein Studium abschließen zu können.

        Das heißt ja nicht, dass man deswegen weniger leistet oder kann. Sondern nur, dass man einen anderen Weg nimmt um die Leistung zu zeigen. 😉 💡

        Wenn ich den Großen betrachte, wie sehr ihn die ungeklärten Verhältnisse in eine starke Depression geschoben haben, und die Alternative nur noch der Schulabbruch ist, dann habe ich keine Zweifel. Auch kenne ich andere Beispiele, wo zu lange zu wenig gehandelt wurde (nicht von Seiten der Eltern, sondern nur von Entscheiderseite) und heute das große Nichts mit allen Unwägbarkeiten auf denjenigen wartet.

        Ich bin schon sehr dafür, die Grenzen anzutesten, aber nicht, diese dauerhaft zu überschreiten.

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Wahrscheinlich könnte ich mein schlechtes Gewissen besser beruhigen, wenn in den Tagen davor und danach eine andere Prüfung wäre… ist aber nicht der Fall, also könnte ich mir rein theoretisch „flach liegen“ zumindest danach „leisten“. Andererseits habe ich genug zu tun und viel Stoff aufzuarbeiten, auch wenn die nächsten Prüfungen dann noch etwas hin sind. Ich schaffe einfach im Semester nicht so viel, weil ich so schnell platt bin.

        Alles Gute für deinen Großen, ich hoffe, ihr bekommt die Nachteilsausgleiche problemlos durch und sie werden dann auch umgesetzt!

  3. Anita schreibt:

    Dann drück mir mal die Daumen. Am Mittwoch habe ich den dritten Termin zu dem Thema. Nun soll ich ??? 🙄 denen helfen. Alle sind so hilflos und planlos und werden vom Land so allein gelassen. *seufz*

    Nach 2,5 Jahren hatte ich eigentlich gedacht, dass wir nun endlich mal einen Schritt weiter wären. weit gefehlt.

    Erst durch den schriftlichen Antrag habe ich anscheinend den Druck derartig erhöht, dass die den „Ball“ gerne zurückspielen würden. Nun, wir werden sehen. GsD schaffe ich (noch) solche Termine. Aber mein Nervenflattern beginnt schon Tage vorher und hinterher liege ich tagelang platt.

    Aber so wie bisher geht es auch nicht mehr weiter. Und bei den „ungeklärten“ Fällen zeichnet sich auch die Diagnose Asperger bzw. atypisch ab.

    Vielleicht werden wir ja irgendwann „interessant“. Mal sehen.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Nervig, wenn keiner Ahnung hat, Anita. Irgendwie kann ich mir ja immer nicht vorstellen, dass wirklich noch kein einziger mit sowas da war, auch wenn es vielleicht eher selten vorkommt. Hatte ich u.a. mit dem Gesundheitsamt, wo ich den Eindruck hatte, dass ich die erste in 10 Jahren bin, die eine Bescheinigung für das Reisen mit Betäubungsmitteln will… aber da hat es wenigstens nur verhältnismäßig Zeit sowie einige Nerven gekostet (ich klopfe nicht gern an fremden Türen – und das musste ich mehrfach, weil ich immer von einem zum anderen geschickt wurde, die Information wusste nämlich mal gar nichts…)
      Viel Kraft und gutes Durchhalten!!! Bekommt ihr für die Mädchen Hilfen, wenn die Diagnosen durch sind? Also dass du irgendwie ansatzweise Aussicht auf Entlastung hast?

  4. Amy schreibt:

    Und, hast du den Prof angesprochen? 🙂 Ich hoffe, dass du eine gute Lösung findest! Denn tagelang flach zu liegen nach einer Prüfung aufgrund eines behinderungsbedingten Problems ist definitiv ein Grund, statt dessen einen Nachteilsausgleich anzustreben – es geht ja nicht darum, dass du keine Lust hast, sondern darum, dass die Prüfung für dich den gleichen Belastungsumfang haben soll wie für alle anderen auch und nicht exorbitant schlimmer sein darf. Zumal jemand mit Prüfungsangst ja, wie Anita schon schreibt, ebenfalls die Möglichkeit hat das zu thematisieren – oder die Problematik durch eine Therapie zu überwinden, was bei Autismus ja nur sehr eingeschränkt möglich ist. Und es wäre andererseits ja auch absolut selbstverständlich, dass einer gehörlosen Studentin ein Gebärdensprachdolmetscher in mündlichen Prüfungen zur Seite stehen würde, egal was das für die Prüfungsdauer oder die Terminierung durch den Prüfer bedeutet. Oder dass halt eine andere Prüfungsform angeboten wird, wenn das nicht geht – warum sollte blinden, gehörlosen, gehbehinderten Menschen selbstverständlich ein Nachteilsausgleich zustehen, aber Autisten nicht? Weil Autismus unsichtbar ist? Nö, sehe ich anders. Behinderung ist Behinderung! Das heißt nicht, dass man sich darauf ausruhen sollte und nichts mehr tun muss, was einem nicht gefällt. Aber doch, dass alles im Verhältnis gesehen werden sollte: Tagelang handlungsunfähig zu sein und ggfs ein vorhersehbar schlechteres Ergebnis in Kauf zu nehmen (wegen der viel größeren Belastung) steht in keinem Verhältnis dazu, dass der Prüfer einen weiteren Termin von was, 20 oder 30 Minuten? sagen wir mal inklusive Vor- und Nachbereitung für ihn: einer Stunde ansetzen muss.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Danke, Amy. Ein Teil der Stimmen in meinem Kopf sieht das ja auch so wie du (und die anderen Kommentatoren). Ich bin wohl einfach teilweise doch sehr unsicher wegen der Aussagen aus meinem Umfeld, darunter ja auch mein Vater, bei dem körperliche Behinderungen und Autismus verschiedene Dinge sind. Darüber hab ich ja schon mehrfach geschrieben… während andere es eben wieder ganz anders sehn – und die, die der Meinung sind, dass ich Hilfen in Anspruch nehmen darf, sind eigentlich klar in der Mehrheit… Eigentlich ist es wohl dasselbe Problem wie vor kurzem im Artikel Selbstverständlichkeitsverständnis

      Ich wollte mich vorhin aufraffen und bei ihm vorbeigehen, hab dann aber doch wieder kehrtgemacht und beschlossen, eine Mail zu schreiben – ich kann das schriftlich einfach besser formulieren, als wenn ich nervös vor ihm stehe und das Gefühl habe, alle Sätze wieder vergessen zu haben, die ich mir vorher sorgfältig und in allen Varianten (inkl. möglicher Reaktionen auf potentielle Antworten…) überlegt habe. Und dann kann ich mich ein bisschen selbst austricksen ;-). Es endet bei mir nämlich dann oft so, dass ich denke „na ja, ich kann den Text ja erstmal unverbindlich formulieren und als Entwurf speichern“ – und wenn ich damit fertig bin, klicke ich meist schluessendlich doch brav auf „senden“, ohne groß nachzudenken, auch wenn es sich noch irgendwie „komisch“ anfühlt. Auf diese Weise hat sich die Mail mittlerweile auf den Weg gemacht.
      Mal sehen, was er antwortet.

      • Amy schreibt:

        Toll, dass du die Mail geschrieben hast 🙂 Ich drücke dir die Daumen für die Antwort!

        Am Ende würde sich aber doch auch bei schlimmer Prüfungsangst die Frage stellen, wie man damit umgehen kann. Bei autismusbedingten Problemen lautet die Antwort anders, aber im Prinzip ist es eigentlich bei allen Schwierigkeiten so, dass ein Weg zum Umgang damit gefunden werden muss.

        Und mal ganz doof gefragt: Wenn es einfach nur um „nicht mögen“ gehen würde, würdest du dir dann den Stress geben den Prof zu kontaktieren? Ich jedenfalls würde das nie im Leben hinbekommen, wenns nur um „nee, mag nicht“ geht^^

        Die Idee, erst mal „nur einen Entwurf“ zu schreiben muss ich mir merken, der Ansatz ist gut – danke 🙂

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Ich dachte immer, dass Unis auch bei schlimmer Prüfungsangst sagen (können) „Pech gehabt“. Zumindest in Bezug auf eine daraus resultierende Prüfungsunfähigkeit sehen das ja sogar die Gerichte so…

        Aber stimmt, nur weil ich „keine Lust habe“, würde ich dem Prof sicher nicht schreiben, und schon gar nicht mit so einem Thema *g*. Es ist eigentlich nur die Wahl zwischen dem etwas größeren und kleineren Übel…

  5. Pingback: Freuen über Mini-Erfolge… Geduld… usw. | Gedankenkarrussel

  6. Anita schreibt:

    Nachteilsausgleich und Lehrer, die alleine gelassen werden mit Entscheidungen ………………..

    Mein heutiger Termin war enorm kräftezehrend.

    Am meisten stört, dass willige Lehrer von den oberen Behörden ausgebremst werden und auch das Land hier wenig bis gar nichts tut.

    Für meine Begriffe ist es notwendig, wann immer notwendig ……….

    Nachteilsausgleiche zu beantragen

    denn

    wenn wir hier als Betroffene keine „Normalität“ durch den Hinweis auf den Bedarf erzeugen ………

    dann

    sieht sich niemand in der Verantwortung hier etwas zu tun.

    Das die Nachteilsausgleiche notwendig sind, darüber herrscht Einigkeit. Bei Betroffenen, Eltern und Lehrern, oder wie bei Dir den Professoren.

    Nur die verantwortlichen Behörden sehen keinen Handlungsbedarf.

    *Sarkasmus an* „solange niemand einen beantragt, wird er nicht gebraucht. also reden wir so lange davon, dass es unfair für die anderen ist, dass die betroffenen dies selber glauben“ *Sarkasmus aus*

    So jedenfalls kommt es einem vor, sobald man sich eindeutiger mit der Thematik auseinander setzt und vor die „Betonmauern“ rennt.

    Der Bedarf kann aber nur von den Betroffenen geltend gemacht werden. Dazu kann ich hiermit nur absolut aufrufen!

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Ich bin auch immer wieder erstaunt, dass ich offenbar die erste bin, die dieses oder jenes will – namentlich waren es bei mir Krankenkasse (ich war ja wohl kaum die erste, die ein Auslandssemester macht und im Zielland sozialversicherungspflichtig wird?!??) und das Gesundheitsamt…

      Nachteilsausgleiche an der Uni sind wahrscheinlich wieder einfacher als an der Schule (außer bei Staatsexamensstudiengängen), weil da alles uni-intern läuft, inkl. Abschlussprüfungen. Da muss nicht noch eine Bezirksregierung, Schulamt oder wer auch immer seinen Senf dazugeben. Oft läuft es dann auch informell, das habe ich so auch von den Leuten aus meiner Selbsthilfegruppe gehört. Das sind meist einfache Absprachen mit dem Dozenten.

      Bist du vorangekommen mit dem „Betonmauern einreißen“?

  7. Anita schreibt:

    Ja und nein.

    Jetzt steht ein Gespräch mit dem Großen an.

    Aber ein Beratungslehrer meint, dass es „sowieso nichts bringt, weil es nicht genehmigt würde“ 🙄

    Die haben Angst vor den übergeordneten Behörden.
    Meinen, es wäre vergebliche Mehrarbeit und er müsste in der Prüfung dann sowieso „norm“al leisten.

    Ob dieser Lehrer dann meint, dass ich einknicke? Oder ob er hofft, dass der Große geht, weil es alles unangenehm ist?

    Aber, wenn ich / wir hier nicht weitermachen, wird sich nie etwas ändern.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Wieso stellen die sich eigentlich so an? Man findet doch auch für dein Bundesland im Internet durchaus die Informationen auf den offiziellen Homepages, wo auch draufsteht, dass der NTA gewährt werden muss (auch im Abi) etc. Wie kommen die dann darauf, dass es das nicht gibt? Beschränken die das mal wieder auf rein körperliche Behinderungen?

      • Anita schreibt:

        Die brauchen die Genehmigung des Reg.-Bez.

        Der Informationsfluss ist schleppend bis gar nicht gegeben und in „persönlichen“ Gesprächen wird von der Vergleichbarkeit der Prüfung gesprochen. Und lt. KMK darf es keine Ungleichbehandlung geben.

        Darauf berufen die sich.

        Und für`s Abi gibt es nur Zeitzuschläge.
        Für Prüfungen der Klasse 10 gibt es aber auch andere Fragestellungen und Prüfungen zu Sachtexten, wenn nur Lyrik oder Perspektivwechsel in der Prüfung vorhanden sind.

        Und nun berufen die sich auf Laufbahnsicherung.

        Deren Informationsstand geht gegen Null. Auch bei KB!

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Aber die Bezirksregierungen haben sowas doch selbst auf ihren Webseiten stehen… ignorieren die sogar das?

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Was ich gerade noch gefunden hab – zwar für berufliche Gymnasien, aber für allgemeinbildende müsste das ja genauso gelten:
        „Zusätzlich ist für jedes schriftliche Abiturprüfungsfach gegebenenfalls der notwendige Anpassungsbedarf für die schriftlichen Abituraufgaben zu benennen. “
        http://www.schulministerium.nrw.de/docs/bp/Ministerium/Schulverwaltung/Schulmail/Archiv-2013/130918/index.html
        Da ist meines Erachtens an mehr als nur Zeitverlängerung gedacht, wenn eine „Anpassung“ der schriftlichen Aufgaben erwähnt wird.

  8. Anita schreibt:

    Danke für den Link.

    Ich habe hierzu nun eine Anfrage gestartet und warte auf eine Antwort, was unter Nachteilsausgleichen in diesem Zusammenhang nun wirklich zu verstehen ist und ob die APO auch für Regelgymnasien gilt.

    Ich bin nun ehrlich gespannt, was als nächstes kommt.

    Aber ich bin mir sehr sicher, dass die dort KEINE Ahnung von diesen Vorschlägen haben.

    Ich melde mich, sobald ich mehr weiß!

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Seid ihr vorangekommen?
      Ich habe noch was gefunden – die Prüfungsordnung fürs Abitur, §14(7)
      http://www.schulministerium.nrw.de/docs/Recht/Schulrecht/APOen/index.html

      (7) Soweit es die Behinderung oder der sonderpädagogische Förderbedarf einer Schülerin oder eines Schülers erfordert, kann die Schulleiterin oder der Schulleiter Vorbereitungszeiten und Prüfungszeiten angemessen verlängern und sonstige Ausnahmen vom Prüfungsverfahren zulassen; in Prüfungen mit landeseinheitlich gestellten Aufgaben entscheidet an Stelle der Schulleiterin oder des Schulleiters die obere Schulaufsichtsbehörde. Entsprechendes gilt bei einer besonders schweren Beeinträchtigung des Lesens und Rechtschreibens. Die fachlichen Leistungsanforderungen bei Abschlüssen und Berechtigungen bleiben unberührt.

      Daraus lese ich, dass zwar Zeitverlängerung der übliche NTA ist, aber ggf. auch andere NTAs möglich sind.

  9. Anita schreibt:

    Ich kann Dir gerne schicken, was das Land noch an Möglichkeiten bereitstellt, sofern die Schule die Anträge auch weiterleitet.

    Ich kämpfe gerade damit, selber nicht zusammenzubrechen. Der Große krank, viele Situationen neu bzw. ungeklärt. Führt hier aber zu weit. Außerdem herrscht hier die 5. Jahreszeit. Keine gute Zeit für uns.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Danke für das Angebot, aber eigentlich brauche ich für mich glaub ich keine weiteren Infos (außer zum Weitergeben vielleicht^^)

      Die 5. Jahreszeit ist ja zum Glück in ein paar Tagen vorbei. Kann mir aber vorstellen, dass das für euch einen ziemlichen Stress bedeutet… halte durch!!! Klingt ja nicht so toll…

  10. Anita schreibt:

    Ich möchte dann mal updaten, es ist ja schließlich etwas Zeit „ins Land gegangen“ ………….
    und wir sind KEINEN Schritt weiter ………..

    „Ein Schelm, wer Hinhaltetaktik vermutet“ :(RW) roll:

    Ich brauche für Freitag alle gedrückten Daumen, die Ihr erübrigen könnt.

    Und gerade, weil es sich bei uns so schwierig gestaltet, nun noch mein Rat oder Aufruf ……….

    Beantragt, was Ihr meint, was Ihr benötigt, damit es endlich in den Köpfen der Entscheider ankommt, dass es notwendig IST und nicht die „spinnerte“ Idee eines Einzelnen.

    Es hat sich immer noch nicht herumgesprochen, dass ein Nachteilsausgleich, Ausgleich von Nachteilen, bedeutet und nicht „Vorzugsbehandlung“.

    Dieses Wissen werden wir aber nur gemeinsam in den Köpfen „verankern“ können.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Und wie war es?
      Ist ja echt nicht zu fassen, was die für ein Theater machen, selbst wenn Dinge schriftlich (zumindest mal grundsätzlich) festgehalten sind.
      Da bin ich echt dankbar, dass es an der Uni doch so weitgehend unkompliziert geht.

      • Anita schreibt:

        Ätzend und unerwartet.

        Nun warte ich darauf, dass das versprochene zur Durchsicht per Mail kommt, damit ich endlich zu was anderem aufraffen kann.

        War für’s WE versprochen und ist noch nicht da und es geht mir nicht gut damit.

        Am liebsten würde ich mal das machen, was man mir immer sagt, den „Spieß“ umdrehen.

        Immer heißt es, „Sie müssen noch………….. Machen Sie mal ……………. warum ist das noch nicht fertig …………..“

        Wie gerne würde ich auf den Tisch hauen und rumbrüllen…………….. aber nein…………. gut erzogen, wie ich bin, sitze ich im „Mauseloch“ und mach mich selber fertig.

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Kannst du einen Anwalt oder Sozialverband mit „ins Boot holen“? So kann das ja nicht weitergehen, die machen doch mit dir, was sie wollen.
        Das ist einfach ein Unding.

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