Lichtblick

Vielleicht.
Hoffentlich.

Ich hatte irgendwo glaub ich schon erwähnt, dass ich evtl. eine Therapeutin habe. Sie ist die einzige, die auf meine Mails eingegangen ist (ansonsten wurden die Mails ignoriert oder bestenfalls mit „rufen Sie an“ beantwortet 🙄 ).

Nach einigen Mails und Verzögerungen schrieb sie mir vor ein paar Tagen, ob ich es nicht schaffen würde, in ihrer Telefonsprechstundenzeit anzurufen, damit wir die Dinge etwas näher besprechen und den Kennenlerntermin besprechen könnten.
Was natürlich zu einem großen Schreck und ziemlicher Anspannung (=> unfreiwilliger Diät) führte… ich schrieb dann zurück, dass ich es versuche, aber nicht garantieren kann, dass ich es wirklich schaffe (und ihr in dem Fall noch mal eine Mail schreiben würde).
Schlussendlich habe ich es geschafft. Bei den ersten Versuchen war besetzt, aber dann habe ich sie erreicht. Da meinte sie dann, dass sie gerade nochmal meine Mail gelesen hat und am Überlegen war, ob sie mir nochmal schreiben soll.
Das fand ich schon sehr positiv, denn ich habe beinahe befürchtet, dass ich von ihr nie wieder was höre, wenn ich den Anruf nicht schaffe…

Am Telefon klang sie sehr nett, wie sie wirklich ist, wird sich dann zeigen. Bei mir sitzt halt immer noch die Angst fest, dass ich es nicht binnen weniger Termine entscheiden kann, aber muss – und es womöglich wieder wie in Unialt-Stadt endet, wo die Therapie schlussendlich nur wenig brachte.
Sie hat nochmal gesagt, dass sie keine Erfahrungen mit Autismus hat (es gibt hier auch keine Verhaltenstherapeuten, die das haben… und eine „echte“ Autismustherapie im ATZ ist bei mir kein Thema), meinte aber sofort, dass sie offen dafür ist, sich da einzuarbeiten.
Sie hat mir auch ein paar praktische Dinge wie genaue Lage der Praxis, keine Straßenschuhe (also ggf. Hausschuhe mitbringen) und kein Wartezimmer (=> nicht zu früh kommen) genannt.

Außerdem hat sie schon mal nach vergangenen Therapien insbesondere auf Kassenkosten gefragt und ich soll natürlich auch Arztberichte mitbringen.

Die Kostenübernahme könnte wohl etwas schwieriger werden, weil die Kassen im Normalfall 2 Jahre zwischen Abschluss einer Therapie und Beginn einer neuen wollen. Aber eigentlich bin ich zuversichtlich, dass wir das hinbekommen. Meine letzte Therapie kann man nur eingeschränkt als wirklich abgeschlossen bezeichnen, es war nur einfach der Therapeutin und mir klar, dass sie mir nicht wirklich weiter helfen kann und ich von daher nach dem Klinikaufenthalt neu schaue. Außerdem sind die Klinikberichte und sämtliche Ärzte dafür, wobei einer der Ärzte auch noch ein anerkannter sozialrechtlicher Gutachter ist. Mal ganz abgesehen davon, dass sich in der Zwischenzeit sowohl neue Tatsachen als auch eine Änderung der Gesamtumstände ergeben haben. Wobei ich die Aspergerdiagnose wohl besser nicht allzu sehr in den Mittelpunkt stelle, bevor die Kasse auf die Idee kommt, dass sie für Autimustherapien nicht zuständig seien… denn es geht eben nicht um eine spezifische Autismustherapie. Aber ich verlasse mich da mal auf meinen Arzt, dass er weiß, wie man solche Anträge schreibt und welche Diagnosen aus meiner „Auswahl“ man wie gewichten sollte… bislang war meine Kasse ja sehr kulant und hilfsbereit, ich hoffe, das bleibt so. Wenn sie wollen, dass ich mal arbeite und nette Beiträge zahle, sollten sie die Therapie definitiv genehmigen *g*. Denn es geht gerade darum, meinen Alltag (inkl. Unitagen und Lernstoff und Lernphasen) zu strukturieren, mit Anspannung, Überforderung, Frust und gelegentlichen Selbstzweifeln umzugehen und wenn möglich vielleicht auch an der ein oder anderen sozialen Komponente zu arbeiten…

Ich möchte nicht wissen, wie viele Leute einen teuren Klinikaufenthalt brauchen oder sogar arbeitsunfähig werden – von sowas banalem wie Menschenwürde u.ä. ganz zu schweigen-, nur weil man a) auf einen Therapieplatz ewig warten muss und b) teilweise ein ziemliches Theater mit den Anträgen hat (spätestens dann, wenn man mehr als eine Kurzzeittherapie braucht) :evil:.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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