Müdigkeit – Agomelatin – Bürokratie – Unsicherheit…

Mittlerweile nehme ich seit ein paar Wochen das Agomelatin anstelle von Mirtazapin. Mein Fazit ist noch nicht ganz eindeutig. Es wirkt, aber nicht ganz so gut wie das Mirtazapin. Dafür haut es mich auch nicht so extrem um (beim M. hatte ich es immer mal wieder, dass die Wirkung urplötzlich einsetzte und so dermaßen auf den Kreislauf ging, dass ich mich auf der Stelle auf den Boden legen musste – die 3 m bis zum Bett wären zu weit gewesen) und vor allem geht mein Gewicht endlich mal etwas runter.
Es kristallisiert sich auch weiterhin heraus, dass das Hauptproblem gar nicht unbedingt das Einschlafen am Abend ist, sondern eher das Durchschlafen/ Wieder-Einschlafen. Beim A. wache ich momentan meist nach 4 Stunden auf und kann nicht mehr gut einschlafen, beim M. nach 6. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich vom M. wohl doch einen leichten Überhang habe und am nächsten Tag ungefähr so müde bin wie nach etwas weniger Schlaf mit A. Die Beobachtung, dass ich nach wenigen Stunden wach bin, aber nicht mehr richtig einschlafen kann (auch wenn ich alles andere als ausgeschlafen bin), habe ich auch gemacht, wenn ich versucht habe, das M. zu reduzieren oder wegzulassen – oft bin ich abends trotzdem eingeschlafen, aber das war eben nicht von langer Dauer.
Aktuell versuche ich jetzt, das A. zu steigern (hätte ich laut Arzt schon früher dürfen), mal schauen, ob das was bringt.
Im Moment bin ich noch nicht dazu bereit, das A. komplett aufzugeben und zum M. zurückzukehren, weil ich die Wirkung noch akzeptabel finde.
Vielleicht frage ich aber beim nächsten Termin mal, ob es denkbar wäre, das M. zu reduzieren und dafür mit A. zu kombinieren, wenn die Steigerung vom A. nicht den gewünschten Effekt bringt.

Das Rezept habe ich mittlerweile, seitdem weiß ich auch, dass Dr. L. in einer Praxisgemeinschaft und nicht in einer Gemeinschaftspraxis arbeitet – ich durfte nämlich erstmal 2 „Notfall-Vertretungsscheine“ unterschreiben, weil er an dem Tag nicht da war. Und da ja das erste Rezept mit Arztkontakt ist, musste ich also noch auf seine Kollegin warten :roll:. Ich fing dann schon wunderbar an, mich verrückt zu machen (die kenn ich nicht – was sag ich – stellt sie womöglich die Diagnose in Frage – tut sie dies – tut sie das…), aber schlussendlich stand sie plötzlich vor mir und drückte mir mit einem „alles klar damit?“ das Rezept in die Hand.
Die Apothekerin hat sich über diese Bürokratie aber auch etwas gewundert :lol:. Wie schon geschrieben kann ich die Regelung ja durchaus verstehen, aber mit letztem Termin in den letzten Junitagen und nächstem Termin nächste Woche fand ich es halt etwas übertrieben.
Der „Ausflug“ endete dann noch mit einer massiven Unsicherheit meinerseits, weil die nette Apothekerin offenbar dachte/ erwartete, dass ich noch irgendwas sage, nachdem wir es kurz von dieser Bürokratie hatten – für mich war dieses Thema aber fertig und ich habe mich verabschiedet. Aber ihr Gesichtsausdruck ließ mich vermuten, dass sie die Unterhaltung irgendwie nicht für beendet hielt :-?. Bloß was hätte ich noch sagen sollen?

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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