Mal wieder…

… ein Arztbesuch, immerhin der erste dieses Jahr, der nichts mit den Weisheitszähnen zu tun hat

… Lieferschwierigkeiten beim Modafinil, wobei es dieses Mal von der eigentlich verordneten Firma auch keine kleineren Packungen mehr gab…
Apothekerin: „Es gibt noch ein Präparat von einer anderen Firma, das ist dann aber gleich mal doppelt so teuer – also nicht für Sie, aber für den Arzt.“ (Hä? Meint sie jetzt die Budgetbelastung? Gezahlt werden die Medikamente ja meines Wissens immer noch von den Krankenkassen…)
Allerdings stellte sie dann fest, dass es doch nur 10 € teurer ist, was bei einem Preis von ca. 260 € pro Packung dann doch einen kleinen Unterschied macht 😉

… der Vorschlag, eine Therapie zu machen. Und ich denke, ich bin dazu mittlerweile auch (wieder) bereit. Die ersten Monate nach der Diagnose wusste ich nicht so recht, ob ich es will (und wenn ja, was das bringen soll) und habe dann halt sofort aufgegeben, nachdem die erste angeschriebene Therapeutin nicht auf die Mail reagierte. Mittlerweile ist es aber so, dass die Daueranspannung wirklich eine massive Belastung ist, genauso die schlechten Nächte vor Tagen, wo ich früh aufstehen muss. Ich schaffe es nicht wirklich, meinen Alltag zu strukturieren, obwohl ich die Struktur vermutlich bräuchte. So im Nachhinein ist es schon auffällig, dass ich am effektivsten gelernt habe, wenn ich trotz bevorstehender Prüfung auf einer Freizeit war – dort wusste ich genau, wann ich lerne (freie Zeiten zwischen Mahlzeiten und Programm sowie abends), musste mich nicht um Haushalt etc kümmern und hatte zwischendurch Lernpausen. Effektiv habe ich in den vielleicht 2-3 Stunden am Tag wohl mehr hinbekommen als zuhause, wo ich ja viel mehr Zeit aufgewendet habe (oder es zumindest versucht habe).
Dr. L. hat mir jetzt eine Praxis für Verhaltenstherapie empfohlen, von der er meinte, dass dort nicht nur geredet, sondern vor allem getan würde. Er schätzt es aber so ein, dass ich von einer Therapie profitieren könnte – Stichwort „Handlungsplanung“ und so… Es ist halt insgesamt so, dass ich gar nicht weiß, ob ich mich „berechtigt“ fühle, nochmal eine Therapie zu machen – mir geht es zwar nicht perfekt, aber im Vergleich mit vor einem Jahr bombastisch… sollte ich mich nicht vielleicht einfach damit zufrieden geben? Ich bin zwar dauermüde, aber nicht mehr gelähmt, bin angespannt, aber komme doch irgendwie klar…
Aber ich wäre schon froh, wenn ich nicht mehr so ganz allein dastünde.
Auch Sara fehlt mir sehr 😦

… die Gedanken an die Klinikzeit – das wird sich wohl auch erst ändern, wenn die Zeit rum ist, wo ich dauernd denke „vor genau einem Jahr habe ich Thea kennengelernt/ Mirtazapin bekommen/ die Diagnose Soziale Phobie erfahren…“

… äußert sich Anspannung in Nicht-Essen-Mögen, wobei das leider keine Auswirkungen auf mein Gewicht hat :roll:. Ich hab so den Eindruck, dass das auch nichts wird, solange ich das Mirtazapin nehme, aber das brauche ich definitiv.

… versinkt die Wohnung im Chaos, das mittlerweile so groß ist, dass es selbst mich vom Lernen abhält; außerdem erstreckt es sich auch auf die Küche, wodurch die Motivation, mir was zu essen machen, noch weiter absinkt

… bin ich in einer Situation geflüchtet, obwohl ich lieber da geblieben wäre, aber es war mir zu viel 😥 Es gab kaum jemanden, an den ich mich „anhängen“ hätte können, dabei wäre ich so gerne geblieben, konnte aber einfach nicht und hatte mal wieder das Gefühl, kaum ein Wort rauszubringen. Wahrscheinlich war es wirklich die richtige Entscheidung zu gehen, denn sobald ich aus der Tür raus war, fiel wenigstens die „Zusatzanspannung“ von mir ab.

Ansonsten nahen natürlich allmählich die Klausuren und danach kommen die Weisheitszähne raus – vorher muss ich dann noch zum Hausarzt wegen Voruntersuchungen für die Narkose. Aber ist ja eine gute Gelegenheit, einen neuen Hausarzt „auszuprobieren“ 😉
Immerhin hat sich erstaunlich schnell die Baustelle „Versicherungsstatus“ erledigt und ich darf noch so lange in der studentischen Versicherung bleiben, dass ich den Master ziemlich sicher in dieser Zeit abschließen kann.

Ich wünschte mir mal Ruhe, aber die gibt es wohl frühestens im Sommer… und solange sehe ich mich auch nicht aus der Daueranspannung rauskommen, es sei denn, da findet ein Therapeut (so ich in absehbarer Zeit einen finde) einen „Hebel“ 😕

Advertisements

Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
Dieser Beitrag wurde unter Autismus allgemein abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Mal wieder…

  1. Pingback: Die frustrierende harte Wahrheit | Gedankenkarrussel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s