Was ist eigentlich Heimat?

Ich glaube, ich weiß das nicht so genau. Irgendwie empfinde ich fast jeden Ort als Heimat, an dem ich mal eine Weile gelebt habe – ein Ort, an dem ich mich auskenne, wo ich einige Leute kenne, wo ich irgendwelche Bindungen habe. Aber ist es das, was man als Heimat bezeichnet? 😕

Nach der Definition hätte ich 3 „Heimaten“:
– Heimat-Stadt, wo ich aufgewachsen bin und wo meine Eltern immer noch leben
– Unialt-Stadt, wo ich zuerst studiert habe und was zumindest im selben Bundesland ist wie Heimat-Stadt
– und Unineu-Stadt, wo ich seit diesem Herbst lebe

Italien-Stadt, wo ich im Auslandssemester war, ist irgendwie dazwischen. Es fehlte manches (ich brauche ja nicht viele menschliche Beziehungen, aber ein paar halt schon), aber dennoch habe ich mich in den Monaten so an die Stadt gewöhnt, dass ich mich irgendwie zuhause gefühlt habe.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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4 Antworten zu Was ist eigentlich Heimat?

  1. Amy schreibt:

    Die Frage kann ich auch nicht beantworten. Eine Freundin hat mich neulich danach gefragt, ich konnte keine Antwort geben. Allerdings ist mein Problem eher, dass ich keinen Ort als Heimat bezeichnen würde, weil immer irgendwo etwas fehlt. In der alten Wohnort-Stadt ists der Freund, in der neuen ists das Auskenn- und Erinnerungsgefühl, das ich in der alten Wohnort-Stadt habe… verwirrend 😉

  2. absolutnormal schreibt:

    Ich kenn das auch dass ich mehrere Orte habe die ich als Heimat bezeichne bzw. zu denen ich Heimatgefühle habe. Das sind Orte an denen ich länger gelebt habe und an die mich Erinnerungen und Menschen binden.
    Noch verwirrender wird es wenn ich sage „Ich fahre nach Hause“ und damit die Orte meine an denen meine Familie jetzt wohnt (ich aber dort nie gewohnt habe sondern immer nur zu Besuch war)

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Es ist auf jeden Fall beruhigend, dass es anderen auch so geht. Klar, bei Studis ist es oft so, dass sie „zuhause“ (bei den Eltern) und „zuhause“ (Wohnung am Studienort) haben, aber ich hab irgendwie den Eindruck, dass bei mir jeder Ort Heimatgefühle erweckt, sobald ich ein paar Monate da gelebt habe…
      Meine Eltern wohnen zum Glück immer noch im selben Haus, das wäre sonst wirklich ein komisches Gefühl. Aber nachdem selbst „nach Hause“ ja nicht direkt eindeutig ist (denn schließlich hab ich auch in Unineu-Stadt ein zuhause), sag ich jetzt meistens „ich fahre zu meinen Eltern“, das ist dann eindeutig 🙂

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