Menno

Ich hasse das Wort „eigentlich“.
Oder das Wörtchen „wenn“ :roll:.

Eigentlich könnte ich gerade einen ziemlich positiven Eintrag schreiben.
Das Modafinil scheint zu wirken.
Ob der Versuch, von 100 auf 200 mg zu steigern, Erfolg hat, wird sich zeigen.
Der erste Erfolg war leider derselbe wie beim Venlafaxin, als wir bei der Höchstdosis waren – ich schlafe nachts gerade extrem schlecht… allerdings soll ich die 200 mg aufteilen auf morgens und nachmittags, da werde ich noch etwas experimentieren. Vielleicht funktioniert es ja, wenn die zweite Tablette eher mittags oder am ganz frühen Nachmittag nehme. Oder ich probiere eine 150 – 50 Aufteilung.
Grundsätzlich wirkt es aber auf jeden Fall. Auch wenn ich mich nicht direkt „fit und munter“ fühle, brauche ich keinen Mittagsschlaf mehr, kann Bücher lesen und mich sogar eine ganze Weile auf Unistoff konzentrieren.
Für mich schon sehr, sehr viel.
Die Veranstaltungen an der Uni sind interessant.
Zu meinen Kommilitonen habe ich kaum Kontakt, aber ich habe vielleicht eine Gemeinde, die mir zusagt.
Der Termin beim neuen Psychiater war ok, auch wenn ich ihn noch nicht recht einschätzen kann. Er hat nicht viel gesagt – ob ich nonverbale Signale seiner Meinungsäußerung übersehen habe, weiß ich halt nicht… auf jeden Fall hat er meine Akte angeschaut und keine Diagnosen angezweifelt und mir das Modafinil verschrieben (und der Steigerung zugestimmt).
Also eigentlich alles toll…

Wenn
da nicht die bereits erwähnte Veranstaltung von Hrn. X wäre.
Ich glaube, ich habe ihn tatsächlich etwas falsch eingeschätzt und er ist an sich ganz nett.
Was aber nichts daran ändert, dass ich bei den Übungszetteln meist noch nicht mal verstehe, was ich überhaupt machen soll… andere Studis fragen geht leider nicht… ich kann also ihm oder seinem Assistenten eine Mail schreiben, aber ich fürchte, dass es dann heißt, ob ich nicht erstmal meine Kommilitonen fragen will…
Ich war dann heute nochmal bei meinem Studienfachberater. Ich glaube, der bekommt hier mal den Namen Hr. Hilfreich ;-). Vor allem wollte ich wissen, a) was passiert, wenn ich gar nicht erst die Klausurzulassung bekomme („praktischerweise“ wird die Veranstaltung nur alle 2 JAHRE angeboten) und b) wie er Hrn. X einschätzt – ob ich dem ggf. sagen kann, warum ich nicht einfach meine Kommilitonen frage…
Zu a) meinte er, dass ich im Zweifelsfall tatsächlich 2 Jahre warten müsste, aber ich soll doch nicht so schnell aufgeben… und manchmal wird sie auch jährlich gelesen… und zu b) meinte er, Hr. X sei sehr nett und ich könnte ihm das ruhig sagen. Auf jeden Fall redet er jetzt mal kurz mit Hrn. X, damit er schon mal etwas Bescheid weiß.
Und natürlich solle ich unbedingt mit den Kommilitonen Kontakt aufnehmen, meinte er zum Schluss. Dass das so einfach nicht ist, war eigentlich das, was ich ihm seit 10 Minuten zu erklären versucht hatte… ganz zum Schluss meinte er dann „das könnte natürlich bei Ihnen dann auch eine Autismus-bedingte Komponente sein“. Ach nee…

Ich kann nur hoffen, dass ich entweder doch noch jemanden finde (wie auch immer :-?) oder dass der Prof bzw. sein Assistent mich unterstützt…

Solange ich diese eine Veranstaltung verdrängen kann, geht es mir nämlich eigentlich so gut wie schon lange nicht mehr…

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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