Asperger

Ich will es euch nur kurz mitteilen: Ich habe die Diagnose Asperger-Syndrom.
Gedanklich ist bei mir noch ein bisschen „Leere“, von daher lasse ich das jetzt (erstmal) unkommentiert so stehen.

Advertisements

Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
Dieser Beitrag wurde unter Autismus allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Asperger

  1. Träumerin schreibt:

    Geahnt hast Du es ja schon ein bisschen. Letzten Endes heißt Diagnose in diesem Fall ja aber nur, dass das Kind jetzt einen Namen hat. An Deinen Symptomen, Gefühlen, Verhalten ändert es ja nicht wirklich etwas.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Jein 😉
      Natürlich ist es in erster Linie ein Name für den ganzen „Kleinkram“.
      Aber ich würde schon sagen, es ändert was an meinen Gefühlen, dass ich jetzt eine Erklärung dafür habe.
      Es ändert vor allem was daran, wie ich mich selber sehe. Bislang habe ich so oft gedacht „stell dich nicht so an, du hast doch keinen Grund/ nichts Schlimmes erlebt“ etc. Und es ändert schon auch was an meinen Zielen und damit den Ansprüchen an mich selber. Soziale Phobie hat die Prognose, dass sie vollständig oder zumindest weitgehend überwunden werden kann. Also hatte ich den Anspruch an mich, das zu schaffen, zu üben üben üben. Diese Ziele und Ansprüche muss und darf ich jetzt neu überlegen, denn die Prognose bei Asperger ist halt anders. Ich glaube, schlussendlich wird es mir den Druck nehmen, unbedingt so viel schaffen zu müssen. Sicher werde ich trotzdem die ein oder andere für mich schwierige Situation üben müssen, weil ich ihr nicht immer aus dem Weg gehen kann, aber ich denke, ich kann mir jetzt eher sagen „ich bin so und ich bleibe so, auch wenn ich das ein oder andere übe“ – statt „ich sollte die Soziale Phobie eigentlich besiegen können“.

      • Träumerin schreibt:

        Dann ist es ja sogar, so blöd es auch im Zusammenhang mit einer Diagnose klingt, „positiv“ für Dich. Und die Gründe, die Du aufzählst, hab ich so gar nicht gesehen. Aber es stimmt, Angsterkrankungen werden ja doch immer als „Störungen“ gesehen, die auch wieder verschwinden bzw. behandelt/therapiert werden können.

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Ich finde es auch eher positiv 🙂

  2. dieandereperspektive schreibt:

    Die soziale Phobie ist für mich nichts anderes als das Symptom einer gefühlten Überbelastung ständig funktionieren so müssen. Ich hatte auch mal geglaubt, es würde einmal besser werden, doch wenn ich auch rein äusserlich nie als Asperger geoutet werde, so hat es mich doch innerlich immer weiter entfernt. Daher geniesse die Zeit, mit denjenigen, mit denen du gut klar kommst.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Die Diagnose Soziale Phobie ist mit der Aspergerdiagnose auch aufgehoben – und ist wohl auch nicht selten, dass Menschen mit Asperger durch die Probleme, die sie mit anderen Menschen haben, schlussendlich phobische Züge bekommen…

  3. Amy schreibt:

    Ich weiß nicht genau, was ich dazu jetzt sagen soll. Zum einen freut es mich für dich, dass deine Suche nach der Antwort jetzt beendet ist, du jetzt weißt, wie dein Problem heißt 🙂 Zum anderen kann ich mir aber vorstellen, dass du dich jetzt erst mal neu sortieren musst… Wie geht es dir denn nach einer Nacht drüber schlafen damit?

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s