Wieder mal

Wieder mal stand ich mir selbst im Weg.
Wie vor einiger Zeit beim Obststand lag es daran, dass ich nicht mit (fremden) Menschen reden konnte.
Ich musste mir in der Stadt was zu essen besorgen.
Ich war komplett blockiert, sodass ich nichts nehmen konnte, was es nicht in der SB-Theke gab.
Dort standen leider teilweise keine Preise dran, aber fragen konnte ich nicht.
Also habe ich irgendwas genommen und erst an der Kasse (mit Schrecken) festgestellt, dass es noch viel teurer war, als ich gedacht hatte… für das Geld hätte ich definitiv was besseres bekommen können – vorausgesetzt, ich hätte mit dem Menschen hinter der Theke geredet :roll:.

Es nervt so sehr, es belastet mich, es schränkt mich ein.
Es macht mich wütend auf mich selbst, dass ich so etwas „Einfaches“ nicht kann.
Ich fühle mich als totaler Versager.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich daran jemals was ändern kann.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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8 Antworten zu Wieder mal

  1. faerdur schreibt:

    Ich kann das wahnsinnig gut nachvollziehen.

  2. silberträumerin schreibt:

    mir ging es früher ähnlich. einkaufen war der horror – schon das bezahlen an der kasse fand ich schrecklich! irgendjemanden im laden ansprechen und fragen, wieviel was kostet oder wo ein produkt liegt – undenkbar! an einer theke einkaufen, beim bäcker… nicht mal im traum dran zu denken.

    aber – es kann besser werden. an schlechten tagen habe ich immer noch ein mulmiges gefühl. an vielen tagen aber sind solche situationen inzwischen zur selbstverständlichkeit geworden. ich will was wissen – also frage ich. ich will ’ne brezel – also geh ich zum bäcker und hol mir eine.

    man kann ängste loswerden. auch du. der weg ist beschwerlich, aber begehbar. und leben fühlt sich ungleich schöner an ohne diese dämlichen ängste 🙂

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Ich glaube, bei mir hat es viel mit Unsicherheit zu tun. In Situationen, wo ich mich sicher fühle, dass ich weiß, „wie man es macht“, geht es, z.B. beim Bäcker. Wohingegen es beim Metzger schwieriger ist, denn da habe ich viel weniger üblich. Manchmal hilft es mir, die Leute vor mir zu beobachten, damit ich weiß, wie man was sagt und welche Rückfragen womöglich vom Verkäufer kommen.
      Schwierig finde ich es auch im Ausland, wenn ich erstmal „checken“ muss, ob mein Gegenüber eigentlich (ausreichend) Englisch kann. Das war letztes Jahr im Urlaub mit Fine echt schwierig, zumal meistens ich mit den Menschen reden musste, da ich besser Englisch kann als sie…
      Es hängt aber auch sehr von der Tagesform ab, an mittleren bis guten Tagen geht es so halbwegs – aber momentan überwiegen eher die schlechten Tage…

  3. dieandereperspektive schreibt:

    Kannst du das mal einfach in Begleitung versuchen? Oder ist selbst das eine Barriere für dich? Ich gehe bald wieder ins Krankenhaus, und obwohl sich dort das Personal Mühe gibt, ist es doch immer wieder eine schwere Belastung für mich, weil ich mich sehr stark kontrollieren muß. Ich lasse mir das natürlich nicht anmerken. Der Kraftaufwand ist jedoch ziemlich hoch und ich bin für jede ruhige Minute dankbar. Aber würde ich das nicht schaffen, könnte mir dort nicht geholfen werden. Der Ladenbesuch ist für mich Routine, aber auch anstrengend, weil ich meine Umgebung dabei ausblenden muß. In einem Dorf, wo jeder jeden kennt ist das nicht gerade angenehm. Doch über dieses Stadium bin ich hinaus, denn das wurde mir von Kindheit an antrainiert. Heute weis ich nur, warum das so unangenehm für mich ist.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      In Begleitung geht es eher, allerdings nicht immer… aber es hängt auch viel von der Routine und halt der Tagesform ab…

      • dieandereperspektive schreibt:

        Aber damit kann man aufbauen. Ich denke mit der langsam sich entwickelnden Sicherheit wird es vielleicht irgendwann mal klappen, denn die kann nur mit Übung kommen. Wenn die Tagesform schlecht ist, dann nütze doch den Bring-In-Service an, der z.B. bei EDEKA im Internet angeboten wird. (Immer noch besser als Verzicht)

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Übung ist vermutlich wirklich alles…
        In Supermärkten hatte ich bislang keine großen Probleme, solange ich nicht an die Bedientheke musste – verhungern muss ich also nicht *g* Und bevor ich „provoziere“, dass jemand an meiner Wohnungstür klingelt, gehe ich dann doch lieber in den Laden…

  4. Pingback: „Gebrauchsanweisung“ | Gedankenkarrussel

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