Aufräumen

Ich hasse es.
Absolut.
Ich kann es einfach nicht.
Abwaschen und Putzen finde ich auch doof.
Aber das kann ich wenigstens.
Beim Aufräumen ist es anders.
Ein bisschen Chaos ist ok.
Irgendwann wird das Chaos auch mir zu groß.
Dann wird aufgeräumt.
Oder es zumindest versucht.
Schritt 1 ist, alles grob zu sortieren.
Also nach Bad, Küche, Schreibtisch etc.
Dieser Schritt klappt noch ganz gut.
Aber danach wird es schwierig.
Wohin mit den einzelnen Dingen?
Tesa – auf den Schreibtisch oder ins Regal?
Ersatzzahnpasta – ins Bad oder ins Vorratsfach?
Ich muss Stück für Stück einzeln durchgehen.
Und verzettele mich trotzdem.
Ganz schlimm sind der Kleinkram, der am Ende übrig bleibt, und Zeitschriften und Zettel.
Dann sortiere ich hin und her.
Her und hin.
Ich liebe es, Sachen zu sortieren.
Abzuheften.
Innerhalb der Ordner umzusortieren.
Nur ist das halt leider nicht so zielführend beim Aufräumen…
Wenn es dann aufgeräumt ist, nehme ich mir vor, Ordnung zu halten.
Aber es klappt einfach nicht.
Auch dann stehe ich wieder mit jedem einzelnen Stück da und überlege minutenlang, wo es denn nun hinmuss.
Die Zeit hab ich aber im Alltag oft einfach nicht und so landet es auf dem Tisch oder dem Boden.
Das neue Chaos ist geboren.

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Über gedankenkarrussel

zwischen 25 und 35, Christ, naturwissenschaftlich interessiert, Aspergerautistin im Kampf mit der Müdigkeit... (darüber schreibe ich mehr in meinem Blog https://gedankenkarrussel.wordpress.com/ )
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8 Antworten zu Aufräumen

  1. eenemeenemuh schreibt:

    Du sprichst mir sowas von aus der Seele!!
    Ich kann es auch nicht. Weil viele Dinge keinen festen Platz haben. Ich kann nichts sortieren, was keinen Platz hat! Ich kaufe zig Ordner. Tausende von Klarsichthüllen, Register, Plastikboxen, Dosen, etc. Sortiere stundenlang Rechnungen. Und um mich rum sieht’s aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen.

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Oh ja, Schuhkartons hab ich auch ne Menge^^ Wobei das tatsächlich was bringt (ein ganz klein bisschen was zumindest).
      Irgendwie beruhigend, dass ich nicht die einzige bin, der es so geht…

  2. dieandereperspektive schreibt:

    probiers mal mit aufschreiben. Jedem Sächelchen sein Plätzchen. Fällt mir auch nicht leicht, aber wenns nicht Routine ist, dann mach es halt zur Routine, das hilft. Viel Glück!

    • gedankenkarrussel schreibt:

      Aber dazu muss ich doch wissen, was ich aufschreiben kann… mal davon abgesehen, dass es nicht für jedes Ding immer gleich ist. Wenn ich z.B. Tesafilm in der Hand hab, muss ich erstmal schauen, ob auf dem Schreibtisch einer ist (hab mehrere, da immer einer verschwunden ist :roll:) – wenn ja, kommt er in den Schrank, wenn nein, auf den Tisch…

      • dieandereperspektive schreibt:

        Mach dirs nicht so kompliziert, stelle ihn auf den Tisch, wenn dann noch einer auftaucht, ab in den Schrank damit. Bei allem bei dem du noch nicht weist wohin damit, such dir einen Platz dafür, warte wieviel das wird, dann entscheide wohin damit. Zur Sicherheit aufschreiben oder auch erst mal sammeln und doppelte Plätze langsam eliminieren. Ist nicht perfekt, aber vielleicht hilfts. Vorallem die Wiederholung wird dir dabei helfen damit fertig zu werden. LG!

      • gedankenkarrussel schreibt:

        Ich nehm’s mir mal vor 😀
        Danke.

  3. dieandereperspektive schreibt:

    super. Auch ein kleiner Anfang ist ein Anfang. Aber versprochen ist versprochen.

  4. Pingback: Warum Haushalt so anstrengend ist | Gedankenkarrussel

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